Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGBs) der Charicomm GmbH
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGBs“) gelten für alle Verträge über Dienstleistungen im Bereich des Online-Marketings (insb. SEO, SEA, Meta-Anzeigen, Content-Erstellung für Social Media), die zwischen der Charicomm GmbH, Lottbeker Feld 11A, 22359 Hamburg, Deutschland, (nachfolgend „Agentur“) und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“) geschlossen werden.
- Diese AGBs gelten ausschließlich für Verträge mit Unternehmern (§ 14 BGB), juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Dazu gehören ausdrücklich auch gemeinnützige Organisationen (Nonprofit-Organisationen wie e.V., gGmbH, Stiftungen), sofern sie im Rahmen ihrer rechtlichen Organisation am Rechtsverkehr teilnehmen.
- Entgegenstehende oder von diesen AGBs abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, die Agentur stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang
- Gegenstand des Vertrages ist die Erbringung von Online-Marketing-Dienstleistungen gemäß dem jeweiligen Einzelvertrag oder Angebot. Die Agentur schuldet, sofern nicht ausdrücklich schriftlich als Werkvertrag vereinbart, Dienstleistungen im Sinne des Dienstvertragsrechts (§ 611 BGB).
- Besonderer Hinweis zu Erfolgen: Die Agentur optimiert die Präsenz des Kunden nach bestem Wissen und Gewissen. Ein konkreter wirtschaftlicher Erfolg (z. B. eine bestimmte Anzahl an Spenden, Leads, Mitgliedern, Verkäufen oder ein konkretes Ranking bei Suchmaschinen wie Google) wird nicht geschuldet. Die Positionierung und Ausspielung von Anzeigen hängen von den nicht beeinflussbaren Algorithmen und Richtlinien der Plattformbetreiber (z. B. Google, Meta) ab.
- Die Agentur ist berechtigt, sich zur Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten der Hilfe fachkundiger Dritter (Subunternehmer) zu bedienen.
§ 3 Besonderheiten für Nonprofits (Gemeinnützige Organisationen)
- Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, zu prüfen, ob die beauftragten Marketingmaßnahmen, Werbetexte oder Spendenaufrufe (Fundraising) den für ihn geltenden gemeinnützigkeitsrechtlichen, steuerrechtlichen oder sonstigen Satzungsvorschriften entsprechen.
- Die Agentur übernimmt keine rechtliche oder steuerliche Beratung hinsichtlich des Gemeinnützigkeitsstatus des Kunden.
- Soweit der Kunde Sonderkonditionen von Plattformbetreibern nutzt (z. B. Google Ad Grants), ist der Kunde für das Fortbestehen seiner Förderberechtigung, die Richtigkeit seiner Organisationsangaben, die rechtliche und technische Beschaffenheit seiner Website sowie die rechtzeitige Erfüllung notwendiger Mitwirkungspflichten verantwortlich. Die Agentur ist im Rahmen des vereinbarten Leistungsumfangs für die fachgerechte Verwaltung des Kontos unter Beachtung der ihr bekannten Programmrichtlinien verantwortlich. Für Entscheidungen, Änderungen oder Sperrungen durch den Plattformbetreiber, die die Agentur nicht schuldhaft verursacht hat, wird keine Haftung übernommen.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden
- Der Kunde ist verpflichtet, die Agentur bei der Erbringung der vertraglichen Leistungen im erforderlichen Umfang unentgeltlich zu unterstützen.
- Hierzu gehört insbesondere die rechtzeitige, vollständige und fehlerfreie Bereitstellung von Zugangsdaten (z. B. zu Google Ads, Meta Business Manager, Social-Media-Kanälen), Texten, Logos, Bildern, Grafiken und sonstigen notwendigen Informationen.
- Der Kunde versichert, dass alle der Agentur zur Verfügung gestellten Inhalte frei von Rechten Dritter sind und deren Nutzung nicht gegen geltendes Recht (insb. Urheber-, Marken-, Datenschutz- und Wettbewerbsrecht) verstößt. Der Kunde stellt die Agentur von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung dieser Pflichten beruhen.
- Verzögert sich die Leistungserbringung der Agentur, weil der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt, verschieben sich vereinbarte Termine entsprechend.
§ 5 Vergütung, Zahlungsbedingungen und Fremdkosten
- Es gilt die im Einzelvertrag vereinbarte Vergütung und Zahlungsbedingungen. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
- Das Werbebudget für die Schaltung von Anzeigen (z. B. Meta Ads, Google Ads) ist nicht in der Vergütung der Agentur enthalten, es sei denn, dies wurde ausdrücklich vereinbart. Die Abrechnung der Klick- und Werbekosten erfolgt in der Regel direkt zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Plattformbetreiber (z. B. über die Kreditkarte des Kunden).
- Rechnungen der Agentur sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zur Zahlung fällig.
§ 6 Nutzungsrechte
- Die Agentur räumt dem Kunden an den von ihr erstellten Arbeitsergebnissen (z. B. Grafiken, Social-Media-Posts, Werbetexte) mit der vollständigen Bezahlung der vereinbarten Vergütung ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Recht ein, diese Inhalte für den vertraglich vereinbarten Zweck zu nutzen.
- Der Kunde hat das Recht einer Übertragung der Nutzungsrechte an Dritte oder die Nutzung für andere, nicht vereinbarte Zwecke ohne die Zustimmung der Agentur.
- Die Agentur bleibt berechtigt, die im Rahmen des Vertrages erstellten Arbeiten anonymisiert oder unter Nennung des Kunden als Referenz für die Eigenwerbung (z. B. auf der eigenen Website oder in Social Media) zu verwenden, sofern der Kunde seine schriftliche Zustimmung gibt.
§ 7 Haftung und Gewährleistung
- Die Agentur haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung der Agentur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Eine weitergehende Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.
- Eine rechtliche oder steuerliche Beratung sowie eine umfassende rechtliche Prüfung der vom Kunden bereitgestellten oder freigegebenen Inhalte ist nicht geschuldet, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde. Der Kunde ist insbesondere für die Richtigkeit tatsächlicher Angaben, die rechtliche Zulässigkeit seiner Angebote, Spendenaufrufe und Fundraising-Aussagen sowie für branchenspezifische Anforderungen verantwortlich. Die Agentur weist den Kunden auf für sie offensichtlich erkennbare rechtliche Risiken hin. Die Verantwortung der Agentur für eigene schuldhafte Pflichtverletzungen bleibt unberührt.
- Das Risiko der rechtlichen Zulässigkeit der durch die Agentur erarbeiteten und durchgeführten Maßnahmen wird der Agentur getragen.
- Schadensersatzansprüche des Kunden verjähren innerhalb von drei Jahren nach Kenntnis des den Anspruch begründenden Umstands, spätestens jedoch nach 5 Jahren ab Erbringung der Leistung.
§ 8 Vertragslaufzeit und Kündigung
- Die Vertragslaufzeit und die Kündigungsfristen richten sich nach den Vereinbarungen im jeweiligen Einzelvertrag bzw. Angebot.
- Ist dort keine Laufzeit vereinbart, gilt der Vertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für die Agentur insbesondere vor, wenn der Kunde mit der Zahlung von drei fälligen Monatsvergütungen in Verzug ist oder seine Mitwirkungspflichten trotz Mahnung und Fristsetzung nachhaltig verletzt.
§ 9 Geheimhaltung und Datenschutz
- Die Vertragsparteien verpflichten sich, alle ihnen im Rahmen der Zusammenarbeit zugänglich werdenden geschäftlichen und vertraulichen Informationen auch über das Vertragsende hinaus streng vertraulich zu behandeln.
- Die Parteien prüfen vor Beginn einer Verarbeitung personenbezogener Daten ihre jeweiligen datenschutzrechtlichen Rollen. Soweit die Agentur personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung eine Vereinbarung gemäß Art. 28 DSGVO. Soweit eine gemeinsame Verantwortlichkeit besteht, treffen die Parteien eine Vereinbarung gemäß Art. 26 DSGVO
§ 10 Schlussbestimmungen
- Auf Verträge zwischen der Agentur und dem Kunden findet ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) Anwendung.
- Sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist der Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Geschäftssitz der Agentur.
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGBs unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung.
15.07.2026, Hamburg



